Rassige Raritäten gefielen den Sammlern am besten

Die Bierdeckelserie „Rassige Raritäten“ der Kaltennordheimer Rhönbrauerei gefiel bundesweit Sammlern solcher Werbemittel am besten und erreichte beim Ranking mit 56 Prozent den 1. Platz.

Rhönbrauerei für Sieger-Bierdeckelserie ausgezeichnet (von links): Rhöngetränke-Geschäftsführer Lutz Reukauf, Brauerei-Mitarbeiter Georg Baumbach, Fotograf Jürgen Holzhausen, Johannes Pfoch (FvB), Thomas Furche (3. Vorsitzender des FvB), Brauerei-Geschäftsführerin Christel Reukauf, Julian Reukauf (Braumeister und Geschäftsführer) und Karl-Friedrich Abe (Leiter der Thüringer Rhön-Biosphärenreservatsverwaltung).                                                       Foto: Stefan Sachs.

Kaltennordheim –  Die Kaltennordheimer Rhönbrauerei verwendet für ihre Bier-Spezialitäten vorrangig Rohstoffe aus der Region. Doch auch bei der Gestaltung ihrer Werbemittel kommt die Verbundenheit zur Rhön und zum Biosphärenreservat immer wieder zum Ausdruck. Jüngstes Beispiel ist die Bierdeckelserie „Rassige Raritäten“, die voriges Jahr in Kooperation mit der Biosphärenreservatsverwaltung entstand. Die Idee hierfür wurde bereits im Sommer 2015 geboren: Braumeister Julian Reukauf hatte zufällig im Biergarten des Kaltennordheimer Hotels „Zum Löwen“ Jürgen Holzhausen, Naturfotograf und langjähriger Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung, getroffen. Der Fotograf hatte gerade für eine Ausstellung seltene Rhöner Haustierrassen abgelichtet, und schnell war man sich einig, zu diesem Thema eine Bierdeckelserie herauszubringen. Brauerei-Mitarbeiter Georg Baumbach gestaltete die Deckel, welche in einer Auflage von 500 000 Exemplaren gedruckt wurden. Fünf verschiedene Motive gibt es: Rhönschaf, Rotes Höhenvieh (ein Rind), die Thüringer Wald Ziege, die Pferderasse Rheinisch-Deutsches Kaltblut und die Thüringer Mäuser-Taube. Auf den Bierdeckeln wurde zudem auf das voriges Jahr anstehende Jubiläum 25 Jahre Biosphärenreservat Rhön hingewiesen. Mit der Rhönbrauerei pflegt der Naturfotograf eine gute Zusammenarbeit. Vor 20 Jahren gab es bereits eine gemeinsame Bierdeckelserie mit bedrohten Vogelarten, die 1996/97 ebenfalls von den Werbemittelsammlern zur schönsten Serie gekürt wurde. „In keinem der 600 Biosphärenreservate wird so gutes Bier wie hier gebraut. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal“, hatte Holzhausen vor knapp einem Jahr erklärt, als die Serie „Rassige Raritäten“ vorgestellt wurde.
Die 1966 gegründete Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern (FvB) hat reichlich 1100 Mitglieder aus mehr als 20 Ländern. Der eingetragene Verein fördert das Sammeln von Brauerei-Werbemitteln aller Art, zum Beispiel Bierdeckel, Etiketten, Krüge, Gläser, Dosen, Brauereischilder, Kartenspiele und Flaschenöffner. Er veranstaltet unter anderem Tauschbörsen und gibt die Vereinszeitung „Bierdeckel-Magazin“ heraus. Alljährlich werden die schönsten Bierdeckel, Dosen, Etiketten und Kronkorken ausgezeichnet. Der Kaltennordheimer Johannes Pfoch ist Mitglied im Verein und Kontaktmann für die Rhön. „Er sorgt dafür, dass neue Bierwerbemittel so schnell wie möglich zu den Mitgliedern gelangen. Johannes kennt Neuerscheinungen oft eher als die Druckerei“, sagte Christel Reukauf, Geschäftsführerin der Rhönbrauerei. So kümmerte er sich darum, dass auch die „Rassigen Raritäten“ unter den Vereinsmitgliedern bekannt wurden.
„Aus 20 Bierdeckelserien trifft der Vorstand eine Auswahl. Fünf drucken wir in unserer Vereinszeitung ab und am Ende stimmen die Mitglieder unter den drei Finalisten ab“, beschreibt Thomas Furche, 3. Vorsitzender der FvB, die Verfahrensweise, um jedes Jahr die schönste Serie zu finden. An der Abstimmung beteiligten sich rund 60 Prozent aller Mitglieder. Die Serie „Rassige Raritäten“ liegt mit 56 Prozent der abgegebenen Stimmen mit großem Abstand auf Platz 1 in der Kategorie Inland. Auf Platz 2 folgt mit 26 Prozent die Serie „Erfrischend bayrisch“ der Münchner Paulaner-Brauerei. Thomas Furche kam nach Kaltennordheim und nahm gemeinsam mit Johannes Pfoch die Auszeichnung der Rhönbrauerei vor. Sie hatten zudem zwei Reproduktionen historischer Ansichten der Kaltennordheimer Brauerei mitgebracht: ein Kalenderblatt und ein Sudhaus-Foto.

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